Digitale Plattformen und Plattformregulierung

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Teaser

Wettkampf mit den Digitalen Riesen: Plattform-Entrepreneurship in Deutschland und Europa

Beschreibung der Session

Wettkampf mit den Digitalen Riesen: Plattform-Entrepreneurship in Deutschland und Europa Die digitale Ökonomie wird maßgeblich von Plattform-Unternehmen bestimmt. Digitale Plattformen sind Technologien, die Koordination und Interaktion von vielen räumlich verteilten AkteurInnen ermöglichen, indem sie eine kuratierte virtuelle Umgebung für Transaktionen oder Innovationen bereitstellen. Globalisierung und Digitalisierung haben dazu geführt, dass das digitale Plattform-Geschäftsmodell sich weltweit verbreitet hat. Dabei zeichnet sich ab, dass vor allem US-amerikanische Unternehmen besonders erfolgreich waren, ihre digitalen Plattformen international zu etablieren. Risikokapital aus dem Silicon Valley und das globale Finanzsystem ermöglichten US-Plattformen eine extrem schnelle Expansion, da Aktienmärkte ihnen eine beispiellose Liquidität bescherten und sie gleichzeitig Gewinne auf Niederlassungen in Steueroasen überschreiben konnten.

Gleichzeitig sind Plattform-Märkte durch “First Mover”-, Skalen- und Netzwerkeffekte charakterisiert, was zu hoher Marktkonzentration auf globaler Ebene führt. Diese Oligopolisierung führte letztendlich auch dazu, dass US-Plattformen wie Google, Amazon, Apple, Microsoft und Facebook zu tief verwurzelten digitalen Infrastrukturen geworden sind, auf die jede/r AkteurIn in der digitalen Ökonomie angewiesen ist. Deutsche und europäische Plattform-Entrepreneure sehen sich infolge dieser strukturellen Gegebenheiten häufig damit konfrontiert, zumindest im internationalen Wettbewerb nicht bestehen zu können. Außerdem wurden in der Vergangenheit europäische Werte und Normen wie Mitbestimmung, ArbeitnehmerInnenschutz und Privatsphäre von Plattformunternehmen untergraben und neue Herausforderungen für internationale, europäische und nationale Regulierung deutlich. Gleichzeitig bietet die entstehende Plattformökonomie auch neue Potentiale, die für die deutsche und europäische Wirtschaft mittelfristig erschlossen werden können.

Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, Chancen und Herausforderungen für Plattform-Entrepreneurship insbesondere in Deutschland zu diskutieren. Vor allem die Stimme der Plattformbetreiber*Innen und Startups selbst fehlt aber häufig in dem stark akademisch und politisch geprägten Diskurs. Der Fokus dieser Veranstaltung liegt deshalb darauf, Plattform-Entrepreneure in den Fokus zu setzen um einen gewinnbringenden Dialog mit Stakeholdern aus Politik und Wissenschaft zu ermöglichen. Was können Plattform-Entrepreneure, Politik und Wissenschaft voneinander lernen? Wie könnte eine ‘gute Plattformökonomie’ aussehen? Welche Voraussetzungen und Standortfaktoren in Deutschland und anderswo in Europa sind für das Fortkommen der Plattformökonomie notwendig und wie können diese verbessert werden?

Format

Moderierte Paneldiskussion mit Initiativstatements und interaktiver Publikumsbeteiligung. Neben einem Q&A am Ende der Paneldiskussion können TeilnehmerInnen bereits während der Diskussion ihre Fragen an den jeweiligen Twitteraccount der Panelisten (@...) mit dem Hashtag #IGFplatform stellen. Eine Auswahl der Fragen wird noch während der Paneldiskussion vom Moderator/ der Moderator*In aufgenommen - alle offen gebliebenen Fragen können online oder offline weiter diskutiert werden.

Panelisten:

  • WirtschaftsvertreterIn / Plattform-EntrepreneurIn tbc
  • VertreterIn Zivilgesellschaft oder Plattform-EntrepreneurIn mit Fokus auf werte-getriebenen Modellen tbc
  • Regierung: Expert*Innen für Plattform-Ökonomie aus Ministerien auf Staatssekretariats- oder Abteilungsleiter*Innen-Ebene, z.B. Digital- und Innovationspolitik Abteilung (BMWi), (BMAS), (BMF)
  • Wissenschaft: Dr. Nicolas Friederici (Forschungsgruppenleiter Innovation & Entrepreneurship, Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft)
  • Moderation: tbc

Organisationsteam

  • Session-Einreicher: Nicolas Friederici (HIIG)
  • Facilitator: Julia Pohle (WZB IGF-D SC-Mitglied)

Logistische Informationen

Status: Anfragen an Panelisten werden verschickt

Zusammenfassung der Podiumsdiskussion